Berlin/Nachlass Silberspange für SS-Helferinnen

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Silberspange für SS-Helferinnen, mehrteilig gefertigte Spange aus 800er Silber, vorderseitig... mehr
Produktinformationen "Berlin/Nachlass Silberspange für SS-Helferinnen"

Silberspange für SS-Helferinnen, mehrteilig gefertigte Spange aus 800er Silber, vorderseitig mittige Doppelsig-Rune mit Schriftzug "HELFEN" vor plastischen Eichenlaub-Dekor, rückseitig an dünner Nadel mit Sicherungsmechanismus, 3-stelliger Verleihungsnummer und Silberpunze "800": Die Spange der SS-Helferinnen gehört zu den am wenigsten erforschten und dokumentierten Auszeichnungen des 3.Reiches und zählt damit zu eines der seltensten Abzeichen der deutschen Zeitgeschichte. Das hier angebotene Originalexemplar ist von aufwendiger, hochwertiger Fertigungsqualität. Da die Spange aus Privatbesitz stammt und noch nie im Handel angeboten wurde, wird die Authentizität über die für alle von uns angebotenen Artikel geltende Originalitätsgarantie hinaus durch ein ausführliches Echtheitsgutachten garantiert. Liebhaberstück von ausserordentlich großer Rarität und musealem Seltenheitswert - mit zweifelsfreien Herkunftsnachweis = in getragenem Zustand. 

Provenienz: Das hier angebotene Stück stammt aus dem direkten Familienbesitz der Schwester(siehe: https://www.spree-militaria.de/detail/index/sArticle/717/sCategory/8), des ehemaligen Berliner SS-Rottenführer Hans M., von 1939 - 1940 Mitglied der SS-Leibstandarte in Berlin/Lichterfelde = hier erstmalig am Sammlermarkt angeboten.

Historie: Die SS-Helferinnen standen im nationalen Ehrendienst und kamen nach vorrausgegangener Ausbildung auf der Reichsschule-SS in Oberehnheim i.Els. zu den jeweils kommandierten SS-Dienststellen. Die Eintrittsbewerbung in das Korps der SS-Helferinnen erfolgte durch freiwillige Meldung; die Bewerberinnen wurden bei vorhandener gesundheitlicher und erbgesundheitlicher Hinsicht zuerst als Kriegshelferinnen eingestellt und nach erfolgter Grundausbildung, bestandener Prüfung und Bewährungszeit später als SS-Helferinnen aufgenommen. Die SS-Helferinnen wurden während des Krieges auf Grund der Notstandsverordnung vom 15.10.1938 als Ergänzungskräfte der Waffen-SS und Polizei zur Dienstleistung unter Begründung eines entspechenden Beschäftigungsverhältnisses herangezogen. Sie standen zur Waffen-SS und Polizei in einem öffentlich/rechtlichen Dienstverhältnis.

Die SS-Helferinnen unterstanden der SS- und Polizeigerichtsbarkeit; für sie galten die Kriegsgesetze. Stammheim für alle SS-Helferinnen, gleichgültig bei welcher Dienststelle sie eingesetzt und auf welchem Sondergebiet sie tätig waren, war die Reichsschule-SS, Oberehnheim i.Els.; sie wurden zu den Dienststellen im Einsatz nur kommandiert und nicht versetzt. SS-Helferinnen, die aus dem aktiven Dienst aus triftigen Gründen und in Ehren ausschieden, traten in den Reservestand. Der Wiedereintritt in den aktiven Dienst war jederzeit auf eigenen Antrag möglich, insofern die Vorraussetzungen für eine aktive Verwendung gegeben war.

SS-Helferinnen hatten Treue und Gehorsam, sowie die ehrliche, gewissenhafte und uneigennützige Erfüllung ihrer Dienstobliegenheiten zu geloben. Mit ihrem Gelöbnis übernahm die SS-Helferin die Pflichten der Treue, des Gehorsams, der Verschwiegenheit sowie der fraulichen Haltung, wie sie die Würde und das Ansehen deutscher Frauen gebot. Das Gelöbnis wurde durch das Nachsprechen zweier Sätze abgelegt und erfolgte zusätzlich in schriftlicher Form, von der SS-Helferin unterschrieben und vom Kommandeur der Reichsschule-SS beurkundet. Die Verpflichtung der Geheimhaltung entsprechend den Dienstvorschriften erfolgte gesondert.

Für SS-Helferinnen bestand zudem eine speziell vereinbarte Grußpflicht, welche unter 5 gesonderten Punkten in fraulicher Weise zu entbieten war. Kameradschaftliche Grußpflicht bestand zwischen den SS-Helferinnen selbst und den weiblichen uniformierten Angehörigen der NS-Frauenschaft, den Führerinnen des BDM und des weiblichen Reichsarbeitsdienstes sowie des Deutschen Roten Kreuzes und der Wehrmacht. Die Angehörigen der SS und Polizei waren durch gesonderten Befehl, zum Ausdruck der Achtung gegenüber den Frauen angewiesen, jede Helferin zuerst zu grüßen.

Als Anerkennung für gute Leistung und eine klare, saubere, der deutschen Frau würdigen Haltung, wurde den SS-Helferinnen nach einer angemessenen Zeit der Erprobung und Bewährung auf Vorschlag des Chefs des Fernmeldewesens durch besondere Urkunde eine mit Nummer versehene Silberspange verliehen. Die Silberspange war als Auszeichnung zu verstehen, die zur Dienstkleidung und im Dienst getragen werden mußte, jedoch auch außerhalb des Dienstes an der bürgerlichen Kleidung getragen werden konnte. Bei Verstoß gegen die Dienstpflichten oder schlechtem Verhalten, konnte die Spange für begrenzte Zeit oder für immer eingezogen werden, welches über vielfältig gesonderte Punkte, bis hin zu Notdienstverhältnissen geregelt wurde. 

Unzensierte Bilder auf Anfrage

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