Sturmabteilung(SA) M33 Honour/Presentation Dagger[Eickhorn/Solingen]

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Sturmabteilung(SA) personalisierter Ehren-/Geschenkdolch Modell[M33], verliehen an den NSDAP-Reichsinspekteur(u.a.) & stellvertretenden Gauleiter von Köln-Aachen Rudolf Schmeer - es handelt sich bei diesem Präsentationsdolch um eine Sonderfertigung der Firma Eickhorn/Solingen: Die spiegelblanke, sogn. "Ex-Röhm" Klinge(die gravierte Röhmwidmung wurde auf Anordnung noch direkt vom Hersteller vorschriftsmässig, nahezu perfekt ab Werk entfernt) mit dunkler Devisen-Ätzung "Alles für Deutschland" und rückseitiger, früher Herstellermarke "Carl Eickhorn/Solingen" im kleinen Oval. Griffbeschläge/Parierstangen aus Neusilber, beidseitig mit extrem detaillierter, polierter Eichenlaubgravur. Obere Parierstange mit Gebietsstempelung "Wm"(Gau Westmark/heute Rheinland-Pfalz), oben fein ziseliertes Karomuster, die ungeöffnete Kopfschraube mit plastisch erhabenem Hakenkreuz. Komplett mit der zugehörigen frühen Dolchscheide, diese mit ca. 90% erhaltener Originalbrünierung. Die polierten Scheidenbeschläge aus Neusilber mit weiterer, plastischer Eichenlaub-Ziergravur und Träger-Initialien "R.S.", am Tragering noch der frühe Leder Tragehänger mit Karabiner aus Neusilber.

Kulturhistorischer Geschenkdolch von einmaligem Seltenheitswert, persönlich verliehen von SA-Kampfbundführer Ernst Röhm. 

Getragen, in fantastischem Erhaltungszustand.

*Der hier angebotene Dolch wurde Rudolf Schmeer, welcher stellvertretender Gauleiter(Westmark) und ab 1932 Stabsleiter des NSDAP-Landesinspekteurs war, aufgrund seiner Verdienste in der NSDAP verliehen. Dieser Geschenkdolch wurde ihm laut Trägerfamilie im Jahr 1933 von Röhm persönlich übergeben("Ground of Röhm") und nach dem Befehl zur Unkenntlichmachung der Röhm-Widmung zurück zum Hersteller geschickt, um diese fachgerecht entfernen zu lassen.    

Provenienz: Aus direktem Träger-/Familiennachlass.

Historie: Rudolf Jacob Schmeer(16.03.1905 in Saarbrücken - 11.09.1966 in Erlangen) war ein Deutscher Politiker in der NSDAP. Nach dem Besuch der Volksschule wurde Schmeer von 1919 bis 1923 zum Elektriker ausgebildet; Ende 1922 war Schmeer für die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei tätig. Aufgrund seiner Beteiligung an Freischärler-Aktionen(Bombenattentate & Sabotageakte u.a.) gegen die belgischen Besatzungskräfte im Raum Aachen wurde Schmeer am 29. Dezember 1923 in Abwesenheit von einem belgischen Kriegsgericht zu 15 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Aufgrund einer späteren, aus dem Londoner Abkommen ergebenden Amnestie, wurde die Strafe im Jahr 1924 wieder aufgehoben.

Von 1926 bis 1931 amtierte Schmeer, der sich 1925 erneut der NSDAP angeschlossen hat, als Führer der NSDAP im Regierungsbezirk Aachen, an deren Neugründung er 1926 mitgewirkt hatte. Etwa 20 Männer umfasste diese neue Ortsgruppe, davon vier aus der Familie Schmeer. Seit 1926 trat Schmeer zudem öffentlich als Reichsredner der Partei auf; im Oktober 1929 wurde er wegen dieser Tätigkeit aus seinem Beruf entlassen. 

In den Jahren 1931 und 1932 bekleidete Schmeer das Amt des stellvertretenden Gauleiters des Gaues Köln-Aachen. Im Septemer 1932 erfolgte seine Berufung zum Stabsleiter des NSDAP-Landesinspekteurs West(Robert Ley). Von Septemer 1930 bis Mai 1945 saß Schmeer als Abgeordneter seiner Partei im Reichstag, in dem er den Wahlkreis 20(Köln-Aachen) vertrat. Während seiner Abgeordnetenzeit stimmte er unter anderem für die Verabschiedung des Ermächtigungsgesetzes vom März 1933.

Am 1. Januar 1933 wurde Schmeer als Nachfolger Leys, der kurz davor das Amt des ausgeschiedenen Reichsorganisationsleiters Gregor Strasser übernommen hatte, zum Reichsinspekteur der NSDAP ernannt. Schmeer war wesentlich an der Zerschlagung der Freien Gewerkschaften am 2. Mai 1933 beteiligt und wurde als Leiter der Personalabteilung in die Führung der Deutschen Arbeitsfront berufen. In den folgenden Jahren oblag ihm außerdem die Vorbereitung der jährlichen Reichsparteitage der NSDAP in Nürnberg, deren Organisation er in einer eigens dafür geschaffenen Stelle koordinierte. 1935 erfolgte die Ernennung Schmeers zum Hauptdienstleiter der NSDAP. Ferner hatte er zu dieser Zeit den Rang eines Gruppenführers der (SA)Sturmabteilung und eines Preußischen Staatrates inne.

1938 schied Schmeer wegen Differenzen mit Ley aus der Reichsorganisationsleitung aus. Auf Veranlassung Hermann Görings, mit dem Schmeer eng bei der Durchführung des Vierjahresplans zusammenarbeitete, übernahm er stattdessen als Ministerialdirektor die Leitung der Hauptabteilung III(Wirtschaftsordnung, Handel und Handwerk) im Reichswirtschaftsministerium. Die Abteilung war ferner das Referat für Judenfragen, unter der Leitung von Alf Krüger angegliedert. Ein Zeugenbericht für diese Zeit beschreibt Schmeer als einen "Finsterling, der seiner Aufgabe nicht gewachen" gewesen sei.

Nachdem die bereits ins Auge gefasste Ernennung Schmeers zum Kommissar für das Gebiet Moskau nach dem Scheitern der deutschen Russlandoffensive 1941 nicht zustande kam, wurde er 1942 von Albert Speer zum Bevollmächtigten für die Vereinfachung und Vereinheitlichung des Berichtwesens ernannt. Von 1944 bis Kriegsende leitete er die Zentralstelle Berichtswesen des Zentralamtes im Reichsministerium für Rüstung und Kriegsproduktion.

Nach dem zweiten Weltkrieg lebte Schmeer als Kaufmann in Frauenaurach; über eine Entnazifizierung ist nichts bekannt.

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